Das 1. Neubrandenburger Speedwayrennen 30. Juni 1959 ein Vergleich gegen Lesno/Polen, ausgetragen im Harder-Stadion, in dem innerhalb kürzester Zeit eine Speedwaybahn entstand,

Eine Chronik zum Aufbau habe ich hier zusammengestellt




Rennleiter:

Sportfr. Paul Kiauck, Stralsund

Rennsekretär:

Sportfr. Rudi Schmidtke, Neubrandenburg

Organisation:

Sportfr. Paul Owczarek, Neubrandenburg

Sportkommissar:

Sportfr. Bruno Bitter, Rostock

Schiedsrichter:

Sportfr. Willi Peters, Teterow

Schiedsrichter:

Sportfr. Walter Schröder, Neu-Pansdorf

Start- und Zielrichter:

Sportfr. Carl-Ernst Mäthing, Teterow

Zeitnahme:

Sportfr. Gerhard Hinz, Stralsund

Maschinenabnahme

Sportfr. Wilhelm Beiersdorf, Neubrandenburg

Streckensprecher:

Sportfr. Erwin Eimer, Neubrandenburg

Sanitätsdienst

DRK Neubrandenburg

 

 


Training von 14.00 - 16.00 Uhr

Start um 17.00 Uhr





St.Nr.

Name, Vorname

Club

Heat

Pk

Heat

Pk

Heat

Pk

Heat

Pk

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

1

Bartkowiak, Marian

Lesno

1

 

 

 

3

 

 

 

4

0

 

 

 

4

3

 

 

 

7

2

 

 

 

9

2

Warning, Karl

Rostock

2

 

 

 

 

2

 

 

4

 

3

 

 

7

 

2

 

 

9

 

2

 

 

11

3

Zierk, Hans

Triebsees

3

 

 

 

 

 

1

 

4

 

 

3

 

7

 

 

3

 

10

 

 

2

 

12

4

Jäger, Hans

Oldenburg

0

 

 

 

 

 

 

2

2

 

 

 

3

5

 

 

 

1

6

 

 

 

2

8

5

Suchland, Günter

Meißen

 

0

 

 

1

 

 

 

1

 

0

 

 

1

 

 

0

 

1

 

 

 

0

1

6

Sochacki, Stanislaw

Lesno

 

3

 

 

 

3

 

 

6

3

 

 

 

9

 

 

 

2

11

 

 

3

 

14

7

Zierk, Manfred

Triebsees

 

2

 

 

 

 

0

 

2

 

 

 

2

4

0

 

 

 

4

 

0

 

 

4

8

Schelenz, Günter

Meißen

 

1

 

 

 

 

 

1

2

 

 

2

 

4

 

0

 

 

4

0

 

 

 

4

9

Rose, Walter

Senftenberg

 

 

0

 

0

 

 

 

0

 

 

0

 

0

 

 

 

0

0

 

1

 

 

1

10

Berger, Reinhard

Meißen

 

 

2

 

 

0

 

 

2

 

 

 

0

2

 

 

1

 

3

1

 

 

 

4

11

Kusiak, Jan

Lesno

 

 

3

 

 

 

3

 

6

1

 

 

 

7

 

3

 

 

10

 

 

 

3

13

12

Gronwald, Erich

Oldenburg

 

 

1

 

 

 

 

0

1

 

1

 

 

2

1

 

 

 

3

 

 

0

 

3

13

Günther, Wolfgang

Finsterwalde

 

 

 

1

2

 

 

 

3

 

 

 

1

4

 

1

 

 

5

 

 

1

 

6

14

Woitassek, Peter

Stralsund

 

 

 

0

 

1

 

 

1

 

 

1

 

2

2

 

 

 

4

 

 

 

1

5

15

Bartoskiwicz

Lesno

 

 

 

3

 

 

2

 

5

 

2

 

 

7

 

 

 

3

10

3

 

 

 

13

16

Viets, Hermann

Scheesel

 

 

 

2

 

 

 

3

5

2

 

 

 

7

 

 

2

 

9

 

3

 

 

12

17

Richter

Meißen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18

Bauta, Stanislaw

Lesno

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Das Rennprogramm wurde uns freundlicher Weise vom allseits bekannten Sportsfreund Willi Peterss zur Verfügung gestellt




die Lokalpresse, Freie Erde schrieb damals:



Erstes Speewayrennen in Neubrandenburg
Neubrandenburg eröffnete seine neue Sportstätte mit guten Zeiten
Zum ersten Mal donnerten auf der neuen Speedway-Bahn im Günther-Harder-Stadion Neubrandenburg die Motoren. Nach einer Bauzeit von sechs Wochen, bei der die Sportler und Werktätigen aus den betrieben und die Einwohner der Wohnbezirke und Haus- und Hofgemeinschaften der nationalen Front in freiwilligen Einsätzen einige tausend Solidaritätsstunden leisteten, konnte die neue Bahn ihrer Bestimmung übergeben werden.
Voller Stolz waren die Motorsportler, dass der Bezirk Neubrandenburg um eine Sportstätte bereichert wurde, die nicht jeder Bezirk in unserer Republik aufweisen konnte. Kein Wunder, dass das erste Rennen bereits über 7000 Sportanhänger angelockt hatte, die die renovierte Tribüne und das weite Oval um die Bahn füllten. 19 Fahrer aus dem benachbarten Polen, Westdeutschland und der DDR gaben sich ein Stelldichein auf der neuen Bahn, an der noch am Vormittag mit Schaufeln und Walzen gearbeitet wurde.
Herzlicher Beifall galt all den selbstlosen Aufbauhelfern, als der Vorsitzende des Bezirksvorstandes des DTSB, Sportfreund Willi Boldt, das weiße Band durchschnitt und die Bahn zum ersten Start freigab.
In 20 Rennen mit internationaler und nationaler Besetzung gab es viele spannende Kämpfe, in denen besonders die polnischen Freunde ihre Überlegenheit und die größere Erfahrung auf diesen Bahnen unter Beweis stellten. Herzlicher Beifall galt auch den Gebrüdern Zierk, die schon oft in den Teterowern Bergringrennen begeisterten.
Drei Stunden dröhnten die Motoren. Immer wieder überraschten die polnischen Fahrer mit ihren Blitzstarts und sicherten sich in jedem von ihnen gefahrenen Rennen erste Plätze.
Gesamtsieger nach Punktewertung wurden: 1. Stanislaw Sochacki, Polen, 2. Bartoskiwicz, Polen, 3. Jan Kusiak, Polen, und 4. Hans Zierk, DDR.
In einer Rundenwertung mit fliegendem Start siegte der polnische Fahrer Jan Kusiak und stellte mit einer Geschwindigkeit von 68 km/h den ersten Bahnrekord auf.
Schon zum ersten Rennen kamen Sportanhänger aus allen Kreisen unseres Bezirkes, davon zeugten Hunderte von Kraftwagen, die die Parkplätze und die Straßen füllten. Aber schon am Sonnabend dem 4. Juli, um
15.00 Uhr wird das Startziel zum zweiten Rennen, wieder mit internationaler und nationaler Beteiligung, anlässlich des Bezirksfestes der Jugend gegeben.
Daß die Beschaffenheit der Bahn alle Erwartungen übertraf, bestätigte uns der polnische Fahrer Marian Bartkowiak. Er meinte, dass sich die Fahrbahn, die allerdings noch ablagern muß, besonders gut für Speedway-Rennen eignet. Sicher wird nach Stralsund auch Neubrandenburg zu einem bedeutenden Austragungsort dieser Rennen werden, für die immer mehr Sportbegeisterte gewonnen werden.








Der illustrierte Motorsport veröffentlichte den folgenden Artikel in der Juli-Ausgabe 1959